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1.10.17 20:42

Studientag des Lehrerkollegiums zum Thema „Heterogenität/Individuelle Förderung“


Von: Stephanie Petry


Viele neue Anregungen, praktische Tipps und Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Unterricht nahm das Kollegium vom diesjährigen Studientag (14. September 2017), der unter dem Thema „Heterogenität/Individuelle Förderung“ stand, mit in den Schulalltag. Die Kollegen hatten die Möglichkeit, zwischen insgesamt acht Workshops mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten zu diesem Oberthema zu wählen. Daneben hatte die BBS I Technik Dr. Christian Vogel vom Bundesinstitut für Berufsbildung für ein Impulsreferat am Morgen eingeladen, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bildungsbereich tätig ist und zu dessen Schwerpunkten das Thema Heterogenität in der beruflichen Bildung gehört.


Schulleiter Frank Simbgen verwies in seiner Begrüßung auf die Notwendigkeit, sich als Lehrer stetig fortzubilden, denn die Anforderungen an den Beruf seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Des Weiteren stellte er die Bedeutung der Thematik „Heterogenität/Individuelle Förderung“ heraus und betonte in seiner Ansprache, dass Berufsbildende Schulen aufgrund der Vielzahl ihrer Bildungsgänge und ihrer heterogenen Schülerschaft, sowohl bezogen auf die ganze Schule als auch auf die einzelnen Lerngruppen bzw. Bildungsgänge, in besonderer Weise bei der Gewährleistung des Rechts auf individuelle Förderung angesprochen seien.

Im Anschluss stellte Studiendirektor Udo Knitze, didaktischer Leiter unserer Schulentwicklungsgruppe, das Programm zum diesjährigen Studientag sowie die Referenten der einzelnen Workshops kurz vor. Er hatte bereits im Vorfeld nach Interessen des Kollegiums gefragt, um das Referentenangebot adäquat aussuchen zu können und für ein abgestimmtes fächerspezifisches Themenangebot zu sorgen.

Anschließend folgte das Einführungsreferat zum Thema „Heterogenität in der beruflichen Bildung“ von Dr. Christian Vogel. Er erklärte in seinem Vortrag, inwiefern Vielfalt als Auslöser einer Neuausrichtung der Berufsschule zu verstehen ist und belegte seine Ausführungen mit vielen Beispielen aus der Praxis.

Danach hatte das Kollegium die Möglichkeit, von insgesamt acht Workshops – abhängig von dem eigenen Interesse – zwei auszuwählen. Grundlage aller Workshops war der Konsens, dass Schule sich weiterentwickeln und sich auf stets wandelnde Rahmenbedingungen einstellen muss.

So trug der Workshop unter der Leitung von Dr. Vogel den Titel „Gestaltung heterogenitätssensibler Lernangebote“. Ziel war es, anhand selbst gewählter Beispiele lernfeldübergreifende Lernszenarien (exemplarisch) zu entwerfen. In diesem interaktiven Workshop wechselten sich drei Input- und Arbeitsphasen ab. Dabei sollte ausgehend von der (1) Formulierung von Lernzielen auf unterschiedlichen Niveaustufen (Kompetenzprofil) zunächst ein (2) differenzierter inhaltlicher Aufbau (Curriculum) und daraufhin (3) heterogenitätssensible Lern- und Prüfungsformen erarbeitet werden. Dazu arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen schrittweise an einem realen Lernfeld.

Ein weiterer Workshop wurde zum Umgang mit pädagogisch anspruchsvollen Schülern“ von Frau Burkert-Schmitz, Frau Glaser und Herrn Andes (Fritz-Walter-Schule Kaiserslautern) angeboten. Folgende Fragen standen hierbei im Fokus: „Wie kann Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung geweckt werden?“, „Wie können hilfreiche Strukturen in den Schulalltag verankert werden?“, „Welche Unterstützung bieten a) erlebnispädagogische Angebote b) die Arbeit in einer Schülerfirma? c) die Einrichtung eines Klassenrats?“ Darüber hinaus wurde im zweiten Teil des Workshops eine kollegiale Fallberatung angeboten.

Des Weiteren fand ein Arbeitskreis zum Thema „Regelunterricht sprachförderlich gestalten – DaZ-Lernende integrieren“ statt, welcher von Frau Kurtz (BBS II KL) geleitet wurde. Den teilnehmenden Lehrkräften wurden Beispiele für sprachgestützte Unterrichtsmaterialien und –situationen präsentiert. Anschließend sollten die Teilnehmer anhand dieser Beispiele auf Basis ihrer eigenen Standard-Materialien (z. B. Text, Arbeitsblatt/Klassenarbeit oder Stundenplanung) in 2er-Gruppen selbst Sprachstützen für ihre Materialien erstellen.

Der Workshop mit dem Titel „Heterogenität als Herausforderung und Chance für den Sozialkundeunterricht“ wurde von Frau Gauch und Herrn Sommer (TU Kaiserslautern) geleitet. Sie zeigten Möglichkeiten auf, die Chancen heterogener Lerngruppen für den Unterricht lernproduktiv zu nutzen. Weiterhin stellten sie Methoden für eine erfolgreiche arbeitsökonomische Binnendifferenzierung vor, welche anschließend in Kleingruppen von den Lehrkräften intensiver studiert werden sollten. 

„Was ist Profil AC?“, „Wie läuft Profil AC ab und was sind die Vorteile?“, „Welche Rolle hat hierbei der Lehrer?“, „Was geschieht mit den Ergebnissen?“. Diese Fragen sollten in dem aktiven Workshop „Profil AC – ein Diagnoseinstrument zur individuellen Kompetenzfeststellung“, geleitet von Frau Reichert und Frau Weisrock (PL), gemeinsam erörtert werden. Der Arbeitskreis richtete sich in erster Linie an Lehrkräfte, die bisher noch nichts mit Profil AC zu tun hatten und erste Einblicke erlangen wollten. Dabei wurden exemplarisch konkrete Aufgaben von Profil AC durchgeführt, sodass die Teilnehmer neben dem theoretischen Input auch praktische Erfahrungen sowohl in der Beobachter- als auch in der Schülerrolle sammeln konnten.

Anhand konkreter Aufgaben wurden in dem Workshop „Möglichkeiten der Binnendifferenzierung im Mathematikunterricht“, welcher von Frau Weber (PL) angeboten wurde, Wege aufgezeigt, wie der Heterogenität der Lerngruppe Rechnung getragen werden kann, ohne sich als Lehrkraft zu überfordern. Außerdem wurden verschiedene Planungsinstrumente vorgestellt, die sowohl den Schülern als auch dem Lehrer helfen, den Überblick über die geforderten Fähigkeiten und Lerninhalte zu gewährleisten.

Herr Dr. Dam (Religionspädagogisches Institut Frankfurt) bot einen Workshop zum Thema „Interreligiöse Feiern in der Schule“ an. Schule ist Lebensraum von Kindern und Jugendlichen. Zu der Gestaltung dieses Lebensraums gehört auch das gemeinsame Feiern, wie Einschulungsgottesdienste und Trauerfeiern. Etwa 1/3 der Schülerschaft hat einen Migrationshintergrund, viele davon sind Muslime. Dieser Workshop gab Antworten auf Fragen wie: „Was muss ich für die Begegnung von Christen und Muslimen in der Schule wissen?“, „Worauf muss ich als evangelische Lehrkraft achten, wenn ich respektvoll mit muslimischen Schülern umgehen möchte?“ und „Wie können wir angemessen eine religiöse Feier miteinander gestalten?“.

Frau Sorg (PL) stellte in ihrem Workshop „Mit Heterogenität umgehen“ ein erprobtes Konzept vor, um mit den Facetten von Heterogenität der Schüler umzugehen, insbesondere bezogen auf die Begabungen sowie das Lern- und Sozialverhalten. Es wurden direkt einsetzbare und praxisbewährte Möglichkeiten präsentiert, wie die Lehrkräfte bestimmten Herausforderungen begegnen können.

Insgesamt bekam der Studientag durchweg ein positives Feedback, das Kollegium erhielt viele wertvolle Tipps, Anregungen und Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Unterricht. Viele Kollegen äußerten den Wunsch nach Folgeveranstaltungen, um diese ersten Anregungen weiter zu vertiefen. Das Lehrerkollegium der BBS I Technik hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es innovativ und reflektiert aktuelle Ideen aus der Pädagogik und Psychologie in das Schulprofil einzupflegen weiß. Sicher wird auch der "Studientag 2017" einen Einfluss auf die Gestaltung von Lernstrategien und Arbeitstechniken im Umgang mit individueller Förderung in heterogenen Lerngruppen innerhalb des schulischen Tätigkeitsfeldes haben. 



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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