BBS I - Aktuelles

Aktuelle Informationen rund um die BBSI 

| HOME |
HOME

INFORMATION

AKTUELLES

SCHULENTWICKLUNG

ORGANISATION

SCHULLAUFBAHN BERATUNG

SCHULFORMEN

AUSBILDUNGSBERUFE

KONTAKT

LOGIN

INTRANET

DOWNLOADS

19.03.18 17:25

Lehrerfortbildung zum Thema „Konfrontative Pädagogik an Berufsbildenden Schulen“ – Teil 2


Von: Stephanie Petry


Die Lehrer Pfrin. Nomi Banerji-Gévaudan und OStR Christian Schröder (BBS I Technik) haben am 15. März 2018 die bereits zweite eintägige schulinterne Lehrerfortbildung in diesem Schuljahr zum Thema „Konfrontative Pädagogik an Berufsbildenden Schulen“ veranstaltet. Am vergangenen Donnerstag stellten die beiden Referenten, die eine zertifizierte Ausbildung zum Anti-Aggressivitäts-Trainer am Deutschen Institut für Konfrontative Pädagogik in Hamburg absolviert haben, in ihrer Fortbildungsveranstaltung das Konzept der Konfrontativen Pädagogik vor, das schon seit einigen Jahren an der BBS I Technik, insbesondere in der Bauabteilung, umgesetzt wird.


Was bedeutet autoritativer Erziehungsstil?, Was bewirken „Du-Botschaften“?, Wie wirken „Ich-Botschaften“ auf den Gesprächspartner?, Was verstehen wir unter kommunikativer Statuswippe im Schulalltag?, Wann beginnt Mobbing in der Schule und wie sollte damit umgegangen werden? - Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich die Fortbildungsgruppe im Rahmen der oben genannten Veranstaltung.

Die beiden Referenten definierten am Anfang der Fortbildung Konfrontative Pädagogik als einen pädagogischen Handlungsstil gegen Vergehen, die andere Schüler ausgrenzten und verletzten, um schließlich Jugendliche zu fördern, die vom Elternhaus und bisherigen Schulen nicht mehr erreicht würden.

Ziele der Konfrontativen Pädagogik seien zum einen eine Grenzziehung, um Normen in unserer Gesellschaft zu verdeutlichen, aber auch ein Opferschutz. Gefragt sei, so das Leitungsteam, eine „Autorität mit Herz“, denn der Mensch werde akzeptiert, sein Verhalten jedoch nicht. Aus diesem Grund sei es als Voraussetzung ganz wichtig, mit den Schülern eine persönliche Beziehung aufzubauen. Die beiden Referenten zeigten den Fortbildungsteilnehmern darüber hinaus Methoden zur Umsetzung der Konfrontativen Pädagogik wie die Emotionalisierung sowie Inszenierung und erläuterten diese an Praxisbeispielen. Außerdem wurde in der Veranstaltung ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten der Umsetzung in den unterschiedlichen Schulformen der BBS I Technik diskutiert.

Zum Thema „Bewusste Kommunikation“ sollten die Fortbildungsteilnehmer Du-Botschaften in Ich-Botschaften verwandeln, um so deren Wirkung im Schulalltag zu verdeutlichen.

Des Weiteren wurde die sogenannte Statuswippe bezüglich Kommunikation thematisiert. Wer diese betritt, lässt sich auf das Spiel um Dominanz und Unterordnung ein. Hierbei wurde eine zentrale Szene des Films „Der Gladiator“ von der Fortbildungsgruppe genauer unter die Lupe genommen, welche die Annäherung großer Statusunterschiede zwischen zwei Menschen mit hierarischem Unterschied sehr gut zeigte: Die kommunikative Statuswippe zwischen Kaiser und Gladiator steht nämlich als Metapher für die Konflikte zwischen Schüler und dem Unterrichtenden. Denn Lehrkräfte durch Provokationen, Verweigerungen, Regelverletzungen und Unterrichtsstörungen in den Tiefstatus zu bringen, stellt für viele Schüler eine lohnende Herausforderung dar, bringt es doch bei den Mitschülern Anerkennung und Hochstatus ein.

Das Thema Mobbing wurde gegen Ende der Fortbildung nur kurz angerissen und soll in der Folgeveranstaltung (19. April 2018) ausführlicher thematisiert werden.



Themenrelevante Links:




Zurück zur Übersicht...



Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
  SITEMAP
  EMAIL
  DRUCKBILD
  HILFE
.:: DISCLAIMER ::.

© BBS I - Technik Kaiserslautern