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26.10.18 12:55

„Forget best practice – it´s all about next practice“– Fortbildung des Fachbereichs Metall- und Fahrzeugtechnik


Von: Doris Bohn-Graß und Saskia Kappelmann


Vom 13.09.2018 - 15.09.2018 nahm der Fachbereich Metall- und Fahrzeugtechnik an der Fortbildung „Kompetenzen: Messen – Erkennen – Fördern“ in Friedrichshafen am Bodensee teil. Ziel der Fortbildung war es den Konferenzbeschluss umzusetzen, indem man Kompetenzmessung in den verschiedenen Berufen effektiv umsetzt und den daraus resultierenden Ergebnissen adäquat begegnet. Diese Thematik ist in Hinblick auf eine effektive Lernberatung von großer Relevanz, welche als Beratung, Betreuung und Training für das Selbstorganisierte Lernen (SOL) fungiert.


Es geht nicht nur darum Wissen zu erwerben, sondern man muss lernen mit dem Wissen auch umgehen zu können, es sinnvoll anzuwenden und somit Probleme zu lösen. Erst dann spricht man von einem Kompetenzerwerb. Doch lassen sich Kompetenzen überhaupt bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern messen? Und wenn ja, wie können diese individuell gefördert werden und was braucht eine differenzierte Lernberatung, um bei den Lernenden erfolgsversprechend zu sein? Diese und weitere Fragen wurden mit der fachlichen Expertise von Dr. Martin Herold, Leiter des SOL-Instituts in Ulm, erörtert. Von Anfang an begleitet und unterstützt er den Fachbereich Metall- und Fahrzeugtechnik bei der Umsetzung des von ihm entwickelten Konzepts.

Um bei allen Kolleginnen und Kollegen für ein besseres Verständnis zu sorgen, ging Dr. Herold zunächst auf sein systemisch-konstruktivistisches Lernverständnis ein. Hauptthema war die Unterstützung von Lernprozessen. Besonderes Augenmerk lag auf der Arbeit der Lehrkräfte im SOL-Team und der Lernberatung. Diese beiden Themen haben sich die Teams mit nach Hause genommen, um sich weiterzuentwickeln. Anhand eines Fallbeispiels stellte Dr. Herold den Ablauf einer (Fach-und) Lernberatung dar, die wie eine Zwiebel aufgebaut ist. Schicht für Schicht tastet sich der zu Beratende mit Hilfe der Lehrkraft an sein Problem heran. Die besondere Herausforderung liegt bei der Lehrkraft. Sie soll durch eine gezielte Fragestellung nach den Rahmenbedingungen, Handlungen, Kompetenzen, Rollen, Glaubenssätzen und Bedürfnissen den Lernenden dazu führen, seine Entwicklungsfelder zu erkennen.

Natürlich stellt sich nach einer Beratung die Frage nach dem Erfolg. Kompetenzen sind schwer messbar. Haben sich die beobachtbaren Anteile der Kompetenz verändert? Ist ein Kompetenzzuwachs, ein Lernerfolg, festzustellen? Hier greift wieder das grundlegende Lernverständnis, nachdem der Lernprozess von „… ständiger Iteration aus Reflexion und Feedback …“ begleitet wird. Außerdem wurde allen Beteiligten erneut bewusst, dass die Darstellung des Lernerfolgs nicht nur aus fachlichen Leistungsnachweisen, sondern auch aus dem Lernprozess besteht. Dies wir im Fachbereich Metall- und Fahrzeugtechnik bereits in großen Teilen in Form des Punktekontos berücksichtigt, aber auch dieses Thema werden die Lehrkräfte des Fachbereichs noch einmal bearbeiten.

Im Laufe der Fortbildung wurde den Kolleginnen und Kollegen ein wesentlicher Punkt bewusst, egal an welchem Thema sie arbeiten, irgendwann ist eine Grenze erreicht, bei der das Best-Practice-Prinzip nicht mehr greift. Optimierung bestehender Prozesse und Muster ist ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zielführend, nicht mehr befriedigend. In einer sehr eindrucksvollen Übung haben die Kolleginnen und Kollegen begriffen, dass ihr Ziel ein Prozessmusterwechsel sein muss (Next-Practice). Auf Basis der neu gewonnenen Erkenntnisse werden die Kolleginnen und Kollegen, mit Unterstützung von Dr. Herold, weiter an ihren Unterrichten arbeiten.

 



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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