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3.02.19 19:50

Erfolgreicher Informationstag an der BBS I Technik über Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung


Von: Tina Sommer und Stephanie Groves


Zahlreiche interessierte Besucher haben am 19. Januar 2019 den Informationstag der Berufsbildenden Schule I Technik auf dem Kaiserberg genutzt, um sich über die vielfältigen Formen der schulischen Weiterbildung zu informieren.


Die Schulform Höhere Berufsfachschule wird zum nächsten Schuljahr reformiert, daher ergeben sich einige Änderungen, die von den Lehrerinnen und Lehrern in intensiven Beratungsgesprächen vermittelt wurden.

Nach jetzigem Planungsstand wird in Zukunft ein 12-wöchiges Praktikum während der Schulzeit gefordert. Dieses wird in der Fachrichtung Informationstechnik in einer Art „Blockunterricht“ im 2. Halbjahr des ersten Jahres starten. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler im ersten Halbjahr auf die Praktikumszeit vorzubereiten. Danach befinden sich die Klassen zwei Wochen im Praktikum und dann zwei Wochen in der Schule. Dieser Wechsel ermöglicht es praktische Inhalte zu sammeln, aber auch den theoretischen Wissenserwerb nicht zu vernachlässigen. Eine Schwerpunktwahl entfällt, so dass beide Klassen umfangreiches Basiswissen erhalten. Am Ende der zwei Ausbildungsjahre wird ein 4-wöchiges Praktikum absolviert. In der Fachrichtung Mechatronik wird die Praktikumszeit in 4 Blöcke á 4 Wochen unterteilt. Diese beginnen ebenfalls im 2. Halbjahr des ersten Jahres und Enden mit einem abschließenden Praktikum nach den Prüfungen im zweiten Jahr.

Ziel ist weiterhin der fachliche Abschluss Assistent für Informationstechnik bzw. Mechatronik, der eine ideale Vorbildung für eine Ausbildung darstellt. Weiterhin haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit die Fachhochschulreife zu erwerben, die, mit der Ergänzung eines 3-monatigen Praktikums, zum Studium an der Fachhochschule berechtigt.

Neben diesen allgemeinen Informationen gab es natürlich auch zahlreiche Ausstellungsstücke zu entdecken. Die Höhere Berufsfachschule Automatisierungstechnik und Mechatronik präsentierte sich mit unterschiedlichen mechatronischen Systemen, die auf Rollwagen montiert waren. Dort wurde eine Smarties- Ausgabe Station vorgestellt: Ein Magazin gab Smarties- Päckchen einzeln aus und ein Roboterarm hob diese auf ein Förderband. Die Päckchen wurden dann zur Ausgabeeinheit transportiert. Dort befand sich ein weiterer Roboterarm, der die Smarties-Päckchen auf eine Ausgabekippe legte. Mit einem Joystick konnte man außerdem einen Roboterarm bedienen.

An einer weiteren Station konnte man eine rein pneumatische Steuerung betrachten. Dieses System steuert mechanische Bewegungen. Auf einem anderen Rollwagen konnte man einen Materialkreislauf sehen, der aus zwei Laufbändern und Roboarmen bestand, die einen Gegenstand von A nach B transportierten. Schüler aus dem zweiten Schuljahr der Höheren Berufsfachschule Automatisierungstechnik und Mechatronik betreuten die Stände und konnten den zahlreichen Interessierten wertvolle Informationen aus erster Hand geben.

Auch in diesem Jahr wurden zahlreiche Abschlussprojekte der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme vorgestellt. Auch wenn eine Schwerpunktwahl, wie bereits oben erwähnt, entfällt, wurden die Bereiche thematisch und räumlich voneinander getrennt.

Der Bereich Anwendungsentwicklung stellte an einem Computer eine beispielhafte Programmierung mit C++ vor. Dort konnten die Gäste in die Welt des Programmierens einfach mal „reinschnuppern“. An einem weiteren PC gab es einen Gedächtnistrainer, der ausprobiert werden konnte. Die Möglichkeit ein Foto in ASCII-Art zu drucken, erfreute sich bei allen großer Beliebtheit. ASCII ist eine Kunstrichtung, die mit Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen einer nichtproportionalen Schrift kleine Piktogramme oder ganze Bilder darzustellen versucht.

Über einen Webserver konnte man an dem Stand mit dem Schwerpunkt Systemintegration verschiedene Steckdosen ansteuern. Das Geschicklichkeitsspiel mit der Himbeere erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Sobald eine Lampe aufleuchtete, musste man diese so schnell wie möglich betätigen. Weiterhin wurde eine Retro-Spielekonsole vorgestellt, die mehrere Konsolen integrierte. Der Magic Mirror, ein interaktiver Spiegel, zeigte mit einem Bewegungsmelder Kalenderdaten und weiterführende Informationen an.

Interessiert schauten sich die Besucher auch den HBF IT Show Room an. Ehemalige Schülerinnen und Schüler haben dort Werbevideos zu ihren Abschlussprojekten hochgeladen. Die praktischen Vorstellungen der Höheren Berufsfachschulen erfreuten sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und stellten zu den Beratungsgesprächen der Lehrerinnen und Lehrer, die in der Höheren Berufsfachschule unterrichten, eine ideale Ergänzung dar.

 Das Technische Gymnasium, das in drei Jahren zum Abitur führt, wurde ebenfalls präsentiert. MSS-Leiter  Alexander Rieser begrüßte die interessierten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und erläuterte die Struktur und Voraussetzungen für einen Besuch dieser Schulform. Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums erhalten Unterricht in den traditionellen Gymnasialfächern und können Schwerpunkte in ingenieurwissenschaftlichen Technikfächern (Bau-, Elektro-, Metall- und Umwelttechnik) setzen. Diese technischen Schwerpunkte wurden in kurzweiligen und interessanten Präsentationen von den Fachlehrern des jeweiligen Leistungskurses erklärt. Betont wurde hierbei auch oftmals der starke inhaltliche Bezug zum späteren Studienfach und die guten Berufsaussichten in den entsprechenden Ingenieurstudiengängen. Erwähnt wurden zudem zahlreiche weitere Angebote und Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Skifreizeit, die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, praxisnahe Projekte und Klassenfahrten mit kulturellen Schwerpunkten.

 Außerdem informierte der Fachbereichsleiter Christian Monzel interessierte Schülerinnen und Schüler mit dem Abschluss Berufsreife über die Konzeption der einjährigen Berufsfachschule I (BF I). Die BF I bietet eine berufliche Grundbildung, bei besonders guten Leistungen besteht zudem die Möglichkeit, die Berufsfachschule II zu besuchen, um die Mittlere Reife zu erwerben. Die Schüler können sich grundsätzlich zwischen den Bildungsgängen Metall- oder Elektrotechnik, Farbtechnik/Raumgestaltung sowie Ernährung entscheiden. Ebenfalls erhielten Interessierte Informationen zur einjährigen Berufsfachschule II Technik (BF II), mit dem Ziel der Mittleren Reife.

Wissenswertes über die Berufsoberschule I in Vollzeit (einjährig) und in Teilzeitform (zweijährig) sowie die Berufsoberschule II in Vollzeitform (einjährig) wurde durch den Fachbereichsleiter Franz Schmitt vermittelt. Ein Abschluss an der Berufsoberschule führt mindestens zur Studienberechtigung an einer Fachhochschule. Bei Besuch der Berufsoberschule II haben die Schülerinnen und Schüler bei entsprechender Fächerwahl die Möglichkeit, an einer Universität zu studieren (Allgemeine Hochschulreife).

Des Weiteren wurden die zweijährigen Fachschulen für Lebensmitteltechnik mit den Schwerpunkten Fleischtechnik, Küchentechnik sowie Back- und Süßwarentechnik als auch für Holztechnik mit den Schwerpunkten Möbelbau und Raumgestaltung vorgestellt. Neben allgemeinen Informationen zu der Zielsetzung und der Stundentafel erhielten interessierte Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bei einem Rundgang durch den Lebensmittelbereich bzw. die Werkstätten einen Einblick in die Ausstattung der BBS I Technik. Beide Schulformen führen nach dieser Zeit zum Abschluss „Staatlich geprüfte(r) Techniker/in“ der jeweiligen Fachbereiche.

Anmeldungen für unsere Schulformen werden bis zum 01. März 2019 vom Sekretariat unter der Adresse BBS I Technik Kaiserslautern, Kaiserbergring 29, 67657 Kaiserslautern angenommen. Aufnahmeanträge und Merkblätter sind sowohl über das Sekretariat als auch über die Homepage der Schule unter der Rubrik „Downloads“ erhältlich.



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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