BBS I - Aktuelles

Aktuelle Informationen rund um die BBSI 

| HOME |
HOME

INFORMATION

AKTUELLES

SCHULENTWICKLUNG

ORGANISATION

SCHULLAUFBAHN BERATUNG

SCHULFORMEN

AUSBILDUNGSBERUFE

KONTAKT

LOGIN

INTRANET

DOWNLOADS

27.03.19 16:19

Missio-Truck „Menschen auf der Flucht“ informiert auf dem Schulgelände der BBS I Technik


Von: Stephanie Groves


Vom 18. bis 22. März machte der Missio-Truck vor der BBS I Station und sorgte für großes Interesse und Zuspruch. Neben interessierten Schülerinnen und Schülern der BBS I nutzten auch zahlreiche Schulklassen des Burggymnasiums, des St.-Franziskus-Gymnasiums und der IGS Goetheschule das pädagogische Angebot. Acht thematisch gestaltete Räume bildeten auf 18 Metern die interaktive Ausstellung, die für die Ausnahmesituation Flucht und Vertreibung sensibilisieren sollte. Acht beispielhafte Biografien standen für das Schicksal von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo. Sie wurden durch ein Computerspiel mit Spiel- und Hörstationen erlebbar gemacht. Während jeweils der eine Teil der Klassen durch den Missio-Truck ging, folgte der andere dem Vortrag von Tété Agbodan. Er berichtete aber nicht nur von den Zuständen im Kongo, sondern auch von den Projekten, die Missio vor Ort initiiert hat, um den Menschen zu helfen. Unterstützt werden etwa Trauma-Zentren oder zertifizierte Minen.


Begrüßung durch den Schulleiter Frank Simbgen

Missio-Truck

Nachgebauter Wochenmarkt

Referent Tété Agbodan

Pinnwand mit Impressionen

Impressionen

Menschliches Peace-Zeichen

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ - diesem Thema habe sich die BBS I mit Beginn des laufenden Schuljahres gestellt und folge damit anderen Schulen in Deutschland, so Schulleiter Frank Simbgen. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. „Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und in unserem Umfeld. Vor diesem Hintergrund haben wir den Missio-Truck ´Menschen auf der Flucht´ gemietet, um unsere Schülerinnen und Schüler für das Thema Flucht und Vertreibung zu sensibilisieren.“, betonte Simbgen bei seiner Ansprache vor Vertretern der Stadtverwaltung, von Schulen und gemeinnützigen Vereinen.

Fast jeder Jugendliche besitzt ein Handy. Computer und elektronische Steuerungen in vielen Alltagsgegenständen sind heute selbstverständlich. Dass in diesen Geräten Metalle verarbeitet sind, deren Abbau mit ein Grund für Kriege und Fluchtbewegungen ist, erfuhren die Schülerinnen und Schüler eindrücklich durch den Missio-Truck.

Jeweils zu zweit gingen die Jugendlichen durch die multimediale Ausstellung und schlüpften dabei auf einem nachgebauten Wochenmarkt in Afrika in die Rolle junger Kongolesen, deren Dorf überfallen wurde. Zudem liefern sich in ihrer Heimat im Ostkongo Soldaten und Rebellen erbitterte Kämpfe. Seltene Rohstoffe wie das Mineral Coltan, das zur Herstellung von Smartphones benötigt wird, wird dort in Minen unter unzumutbaren Bedingungen abgebaut. Die Minen werden überwiegend von Rebellen betrieben, die mit diesem lukrativen Handel ihr Kriegsgeschäft finanzieren. Die Menschen dort haben kaum eine Chance auf ein besseres Leben. Viele versuchen zu fliehen. In Ihrer Rolle mussten sich die Schülerinnen und Schüler schnell entscheiden, was sie mitnehmen: Kleidung, Adressbuch, Handy? Während der folgenden Simulation erlebte man, welche Folgen eine Fehlentscheidung hier haben kann. In der nächsten Stadt war es nämlich unmöglich, eine Arbeit zu finden, hatte man seine Zeugnisse nicht dabei. Und die Weiterreise in ein anderes Land? Nahezu ausgeschlossen, wenn man im Kampfgetümmel seinen Pass nicht mitgenommen hat. So lernte man in dieser Ausstellung, die Welt durch die Augen eines Flüchtlings zu sehen und erfuhr nebenbei interessante Details über die Situation von Flüchtlingen auf der ganzen Welt. „Diese Menschen leben in ständiger Angst. Das war eine krasse Erfahrung“, sagte ein Schüler. „Das können wir uns hier gar nicht vorstellen.“

Sichtlich betroffen verließen alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler den Truck. Ihre Eindrücke hielten sie direkt nach dem Besuch der Ausstellung auf bereitgestellten Metaplankarten fest, welche sie anschließend im Foyer der BBS I Technik angebracht haben. Es entstand eine beeindruckende „Pinnwand“ mit Impressionen aller teilnehmenden Klassen und Schulen. Zwar hatten viele schon von den unterschiedlichen Ursachen und Hintergründen der Flucht von Menschen aus Afrika gehört, aber so anschaulich mit Bild- und Tondokumenten nicht erlebt. Und das wichtigste Fazit dieser Projektwoche: Auf der Suche nach Fluchtursachen landen wir auch bei uns selbst.

Als Abschluss der Projektwoche fand eine gemeinsame Veranstaltung statt, wozu alle „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ der Stadt Kaiserslautern aufgerufen waren. Auf den jeweiligen Schulhöfen trafen sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, um gemeinsam ein „menschliches Peace-Zeichen“ darzustellen.



Themenrelevante Links:




Zurück zur Übersicht...



Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
  SITEMAP
  EMAIL
  DRUCKBILD
  HILFE
.:: DISCLAIMER ::.

© BBS I - Technik Kaiserslautern