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5.05.19 13:47

Europaexperte stellt sich den Fragen interessierter Schülerinnen und Schüler


Von: Philipp Ritzmann und Stephanie Groves


Der Fachbereich Sozialkunde und das Europa Direkt Kaiserslautern haben auch in diesem Jahr eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen eines Europafrühstücks organisiert. Der Schirmherr des Informationszentrums, Gerhard Degen, konnte durch sein Netzwerk einen sehr kompetenten und motivierten Europaexperten für das Gespräch mit unseren Schülerinnen und Schülern gewinnen – Herr Dr. Alkan.


Dr. Deniz Alkan

Herr Dr. Alkan stieg mit einem 20-minütigen Vortrag hinsichtlich seiner Person und seiner Netzwerkaktivitäten ein. Schon hierbei betonte der Referent, dass Europa in der Welt als sehr attraktiv gilt und die Werte der Europäer aktuell durchaus unter Druck stehen. Nach dem äußerst informativen Einstieg wurde die Gesprächsrunde eingeleitet.

Die Schülerinnen und Schüler begannen mit der noch sehr aktuellen Diskussion um Artikel 13 den Dialog, welcher von Schülerseite sehr kritisch vertreten wurde. Hier wurden Aussagen getroffen wie: „Die Stimme der Bürger wird nicht gehört“ oder „Die EU hat sich gegen die Jugend entschieden“. Herr Dr. Alkan hat bei dieser für Jugendliche sehr emotionalen Frage äußerst sachlich argumentiert und die Interessen aufgezeigt, welche es gilt abzuwägen. Einerseits geht es um das Recht des Urhebers und andererseits um die freie Nutzung. Beide Interessen sollen geschützt werden – die Frage ist natürlich, ob dies mit Uploadfiltern geschehen muss?! Hier hat der Europaexperte sehr deutlich auf den politischen Prozess (politics) hingewiesen und die Entscheidungsfindung im sogenannten Trilog zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und dem Ministerrat erklärt. Er hat die Konstellation, die die Entscheidung herbeigeführt hat mit einer perfekten Mondfinsternis verglichen, was wiederum die Schwierigkeit einer Einigung in allen drei Institutionen besonders verdeutlicht.

Nach ausführlicher Diskussion und teilweise vollzogener Zustandsanalyse der EU folgten weitere Themen wie virtuelle Produktionsstätten, Verteilungsschlüssel bezüglich einer europäischen Migrationspolitik mit dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung weltweit und die nicht funktionierende Dublinpolitik. Hierzu gab es klare Antworten, die auf dem Wert der Solidarität beruhen. Deutschland hat im Sinne der Dublinverordnung die europäische Solidarität zu spät entdeckt und muss nun handeln. Alle Staaten müssten solidarisch agieren, da eine Mehrheitsentscheidung hier nicht zielführend wäre. Daraufhin kam das Thema EU und Demokratie auf, wodurch die Justizreform in Polen und die Nehmermentalität Ungarns zur Sprache kamen. Das Ablegen von nationaler Souveränität erfordere Geduld, die Demokratie sei noch nicht perfekt, dass jedoch 28 Staaten gemeinsame Politik machen ist ein großer Schritt und verhilft der EU eine Stimme in der Welt zu haben. Beispielhaft wurde dies am Syrienkonflikt erläutert, da Europa durch die Migration betroffen ist, jedoch andere Global Player dort die Entscheidungen treffen würden, was wiederum die Frage und die Diskussion nach einer gemeinsamen Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik begründet hat. 

Das Gespräch hat Hoffnung gemacht auf mehr! Mehr Kooperation! Mehr Europa! Mehr Politik und vor allem mehr europäische Solidarität! Man muss die verschiedenen Perspektiven beachten, dran bleiben und seine Stimme abgeben, um Europa zu vertiefen, solidarischer zu machen und um eine größere Stimme in der Welt zu werden.

Auf diesem Weg wünschen wir Herrn Dr. Alkan viel Erfolg bei seiner weiteren Arbeit und freuen uns auf künftige Veranstaltungen mit dem Europa Direkt.



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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