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9.06.19 15:09

Spannende MINT- Projekttage von Schülerinnen und Schülern der IGS Goetheschule an der BBS I Technik


Von: Tina Sommer


Programme zum Morsen schreiben, eine Bombe entschärfen, mit einem Zufallsgenerator einen Würfel betätigen und einen Roboter auf einer Rennstrecke fahren lassen. Das alles konnten 14 Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule Kaiserslautern aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe, die von ihrer Projektleiterin Fr. Brand begleitet wurden, an drei MINT Projekttagen, vom 04.06.-06.06.2019, an unserer Schule praktisch ausprobieren.


Aber nun erst mal zum Anfang...Dem Projekt voraus ging eine intensive Planung des Projektleiters Thorsten Moach. Der minutiös ausgearbeitete Kurs auf der Lernplattform Moodle, die an unserer Schule intensiv verwendet wird, bildete die Grundlage des Projektes.

Jede Schülergruppe arbeitete mit einem Microbit-Microcomputer, einem USB Kabel und einem Schülercomputer, anderes Vorwissen war nicht notwendig. Zunächst mussten Grundlagen vermittelt werden, um die heterogene Schülergruppe an die Technik heranzuführen.

Mit dem Programm letś go micro:bit konnten sich die Schüler nach dem Baukastenprinzip die Module und darin enthaltenen Missionen erarbeiten. So war es ganz einfach, beispielsweise Musik oder LED Lichter auf den Microcomputer zu spielen. Durch die Umschaltfunktion auf JavaScript war es den Schülerinnen und Schülern möglich in die Hochsprache der Programmierung zu wechseln, also auf spielerische Weise zu lernen.

Im Modul 1 gab es vorbereitende Missionen zu erfüllen, beispielsweise die Fuchsjagd. Bei dieser handelt es sich um ein Multiplayerspiel, bei welchem mehrere Spieler als Jäger den Fuchs finden und fangen müssen. Bei dem Fuchs handelt es sich um einen im Schulhaus versteckten micro:bit-Computer, welcher ein schwaches Bluetooth-Signal ausstrahlt.

Jedem Jäger steht zu diesem Zweck stets ein micro:bit-Computer als Jagdhund zur Seite.

Im Modul 2 und 3 gab es da schon anspruchsvollere Missionen zu erfüllen. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler zwischen Software- und Hardwaremissionen wählen.

Durch motivierende und positiv formulierte Arbeitsaufträge waren die Schüler voll bei der Sache.

Hier ein Beispiel aus der Lernplattform:

Hallo Apprentice,
der Captain hat einen Außeneinsatz auf einem fremden Planeten befohlen. Die Aliens haben unsere Funkkommunikation gestört. Alleine die Bluetooth-Kommunikation unserer micro:bit-Mikrocomputer funktioniert noch.

Wir benötigen dringend ein Notfallkommunikationssystem, das unter den
harten Umweltbedingungen auf dem Planeten einwandfrei arbeitet.

Der Captain würde sich freuen, wenn wir einigen micro:bit-Mikrocomputern
in MorseCode-Transmitter umfunktionieren und die Außencrew damit
ausstatten könnten.
Viel Glück bei der Erfüllung Ihres Auftrags!
Die Besatzung zählt auf Sie.

Die Module auf der Lernplattform wurden so strukturiert, dass sie selbsterklärend sind. Durch das Lernthekenprinzip konnten die Schülerinnen und Schüler bei Fragen auf ein Softwarehandbuch zurückgreifen. Das Coaching von Schülern der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme war sowohl für die Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule, als auch für die Schüler der HBF ein Mehrwert, ganz nach dem Motto: Lernen durch Lehren.

Spielerisch lernten die Schüler so einen Computer zu programmieren und nach zwei Tagen konnten sie bereits mit einem anderen PC im gleichen Raum Nachrichten morsen.

Am Mittwoch, den 05.06.2019, bekam die Lerngruppe Besuch von Fr. Belyea vom Ministerium für Bildung, Abteilung Berufsbildende Schule, die für die Betreuung von MINT – Projekten in unserer Region zuständig ist. Auch unser Schulleiter Hr. Simbgen, die stellvertretende Schulleiterin Fr. Neuheuser-Wolf und der Fachbereichsleiter Hr. Fendler waren neugierig auf die Zwischenergebnisse. Weiterhin war Hr. Thomann von der Förderstiftung TÖNS, der in Zukunft schulübergreifende MINT- Projekte fördern möchte, anwesend. Die Schülerinnen und Schüler zeigten begeistert, was sie bisher gelernt haben.

Mit diesem Arbeitsauftrag ging die Lerngruppe in die nächste Mission:

Hallo Semi-Pro,

in der nächsten Zeit müssen wichtige Arbeiten in einer hochradioaktiven Umgebung erledigt werden.

Das Gebiet ist so verstrahlt, dass sich Menschen dort keinesfalls aufhalten, geschweige denn arbeiten
dürfen. Zum Glück gibt es aber Roboter, die diese Arbeit für uns erledigen können.

Ein solches Roboterfahrzeug wird uns fix und fertig zur Verfügung gestellt. Allerdings muss die Program-
mierung noch ein wenig angepasst werden

Und eine passende Fernbedienung fehlt auch noch. Diese bauen wir uns aber einfach mit dem micro:bit-
Mikrocomputer selbst.

Die Gesundheit unsere Mannschaft muss um jeden Preis geschützt werden.

Lasst uns keine Zeit verlieren.

Und los gehts ..................................................... :-)

Mit den programmierten Fernbedienungen ging es in den benachbarten Raum, in dem eine Rennstrecke aufgebaut war. Dort konnten alle ein spannendes Rennen mit den ferngesteuerten Robotern erleben.

Ziel dieses Projektes war es die Schülerinnen und Schüler für Technik zu begeistern und wenn man das Leuchten in den Augen gesehen hat, als es darum ging mit anderen zu morsen oder den Roboter zu steuern, kann man wirklich sagen, das Ziel wurde erfüllt und nicht nur die Schülerinnen und Schüler wurden begeistert, sondern alle, die diese MINT-Projekttage miterleben durften.

Das Fazit ist: Wir brauchen mehr davon!



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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