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Studienfahrt 2020 – Auschwitz

Autor: Markus Mix (BOS 2 T 19)

Auch in diesem Jahr machte sich eine Gruppe von Schülern und Lehrern zu dem Ort auf, der all das Schreckliche und Unbegreifliche was die Nationalsozialisten anderen Menschen angetan haben repräsentiert: Auschwitz.

Nach einem turbulenten Flug in Krakau angekommen, wurden wir auch schon von einem Bus abgeholt, der uns nach Oświęcim brachte. Dort gab es in der modernen internationalen Jugendbegegnungsstätte ein deftiges traditionelles polnisches Mittagessen. Nach der Stärkung und Beziehen unserer Zimmer machten wir eine Stadtführung durch die Altstadt von Oświęcim. Hierbei besuchten wir u. a. ein jüdisches Museum – dieses war jedoch nicht nur ein Museum, sondern zugleich auch die einzig aktive Synagoge in Oświęcim. Nach der Stadtführung gingen wir zurück in die Jugendherberge, um zu essen und gemeinsam zu reflektieren. Den Abend rundeten wir mit einem geselligen Beisammensein ab.

Am nächsten Tag ging es direkt am frühen Morgen, gestärkt durch ein ausgiebiges Frühstück, los. Nach wenigen Minuten zu Fuß erreichten wird das Konzentrationslager Stammlager 1 Auschwitz. Wir hatten eine sehr interessante, aber auch unglaublich traurige Führung – eine Gradwanderung zwischen Emotionalität und Fassungslosigkeit. Unfassbar, was ein Mensch einem anderen Menschen antun kann.

Anschließend besuchten wir ein benachbartes Restaurant zum Mittagessen. Dies nutzen wir nicht nur zum Speisen, sondern auch um unsere Eindrücke zu verarbeiten und auszutauschen. Im Anschluss daran sind wir in kleinen Gruppen losgegangen, um besonders wichtige Themen aufzuarbeiten und die Stadt selbstständig zu erkunden.

Nachdem wir von Stammlager 1 Auschwitz zurückkamen, wurde uns die Jugendherberge vorgestellt. Dies nutzten wir auch dafür, um unsere polnischen Sprachkenntnisse auszubauen. Nach einem deftigen Abendessen in der Begegnungsstätte begannen wir damit, den emotionalen Tag im Stammlager 1 Auschwitz in Kleingruppen aufzuarbeiten und sprachen nochmals die wichtigsten Themen und Eindrücke an. Danach trafen wir uns zu einem geselligen Abend mit Tischkicker und Tischtennis, um den Tag ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus Richtung Birkenau. Dort wurden wir durch das Konzentrationslager Auschwitz 2 geführt. Diese Führung zeigte uns nicht nur den abartige Wahnsinn der Nationalsozialisten, sondern auch das gigantische Ausmaß dieses Massenvernichtungslager. Es war ein Instrument für die Entwürdigung der KZ- Gefangenen und ihrer letztendlichen Vernichtung. Mit der Aufarbeitung durch einen Workshop über die heldenhafte Haltung von Häftlingen des Konzentrationslagers Auschwitz und Birkenau konnten wir unsere erfahrenen Geschichten teilen und darüber diskutieren. Nach dem Abendessen reflektierten wir erneut das Erlebte und saßen und geselliger Runde zusammen.

Am vierten Tag sind wir Richtung Krakau zum Museum Schindlers Liste gefahren, um uns über die Geschichte Polens und besonders Krakaus zu Zeiten des Nationalsozialismus zu informieren. Danach machten wir eine Stadtführung durch die historische Altstadt Krakaus und das jüdische Viertel, um die wichtigsten Fakten über die Stadthistorik zu erfahren, die sich bis in die Hunnenzeit zurückverfolgen lässt. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant ließen wir unsere Reise Revue passieren.

Am fünften Tag stand unsere Heimreise an. Wir fuhren mit dem Bus nach Krakau zum Flughafen. Von dort flogen wir mit starken Turbulenzen zurück nach Frankfurt. Nach einer großen Verabschiedungsrunde in Kaiserslautern gingen wir mit vielen neuen Erfahrungen und wertvollen Erkenntnissen nach Hause.

Wir bedanken uns bei der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/ Auschwitz für die herzliche Gastfreundschaft, die sauberen Zimmer und die tollen traditionellen Essen. Besonders die Aufenthaltsräume der Jugendherberge waren jederzeit eine tolle Abwechslung zum Verarbeiten des Erlebten.
Weiterhin möchten wir uns bei Frau Karin Kienle und der Evangelischen Jugend Pfalz bedanken. Ohne deren Unterstützung wäre eine solch aufschlussreiche Reise nie möglich gewesen. Zudem natürlich auch ein großes Dankeschön an Frau Nomi Banerji- Gévaudan, die diese Reise nicht nur bereichert hat, sondern auch dafür verantwortlich ist, dass wir bei dieser Fahrt dabei sein dürfen. Wir bedanken uns für eine hoch intensive und sehr interessante Reise nach Oświęcim/ Auschwitz und können nicht nur hoffen, sondern auch handeln, dass ein solch schreckliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit NIE wieder vorkommt. Dass man seine Stimme dagegen erhebt und sich jederzeit für Minderheiten einsetzt.

Eine Frage konnte uns aber bis heute niemand beantworten: Wie konnten Menschen anderen Menschen so etwas antun?!

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