Studientag zur Entwicklung zur gesunden Schule

Autor: Susanne Petry

Nach langer Planung fand am 12. Mai 2022 an der BBS I Technik wieder ein gemeinsamer Studientag für die Lehrkräfte statt. Dieser bot die Möglichkeit sich mit dem schulischen Entwicklungsschwerpunkt zur „gesunden Schule“ auseinanderzusetzen und in den ausgedehnten Pausen mit den Kolleginnen und Kollegen in einen regen Austausch zu kommen.

 

Nach ein paar Einführungsworten unseres Schulleiters Frank Simbgen hielt Frau Ulrike Krein (M.A.) aus dem Fachgebiet Pädagogik der TU Kaiserslautern einen Impulsvortrag zum Thema „S-T-A-N-D halten – zu Risiken und Nebenwirkungen einer un-gesunden Schule“. Darin beleuchtete sie was Gesundheit in der Schule bedeutet und zeigte Stellschrauben zur Gesundheitsförderung auf. Um eine gute gesunde Schule anzustreben muss es eine starke Verzahnung zwischen Gesundheit und Bildung geben, wobei Gesundheit die Ressource für erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsprozesse darstellt. Ein Perspektivwechsel, hin zu Bewusstsein schaffen, Perspektiven erweitern, Phänomene reflektieren und Subjekte befähigen, muss in einem Gesamtkonzept verankert sein, um eine stärkeorientierte Haltung aktiv zu entwickeln sowie Organisations-, Unterrichts-, Personal- und Kooperationsentwicklung zu fördern.

Im weiteren Verlauf des Tages konnten sich die Lehrkräfte in zwei Workshoprunden mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. Im Folgenden eine kurze Übersicht der Workshops:

Im Workshop „den Schulalltag bewältigen – Informationen & praktische Übungen“ widmeten sich die Referentinnen Petra Weber-Hellmann und Martina Blandfort (Staatl. Studienseminar für Grundschulen Kaiserslautern) der Frage was Lehrkräfte gesund hält. Dazu wurde Hintergrundwissen beleuchtet, hirnphysiologische Aspekte betrachtet und praktische Übungen zur Stressbewältigung erprobt.

Impulse zu präventiven Ansätzen und Handlungsempfehlungen im Umgang mit Jugendlichen, die in Folge der Belastungen (z.B. durch die Corona-Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine) bereits psychisch auffälliges Verhalten zeigen, gab es von der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dipl.-Psych. Andrea Kircher (Psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche, Universität Koblenz-Landau) im Workshop „Corona-Folgen für Schüler:innen: Handlungsempfehlungen“.

Im Rahmen des Workshops „Stress im Unterrichtsalltag“ widmeten sich die Lehrkräfte mit Begleitung der Referentin Ulrike Krein, M.A. (TU Kaiserslautern) dem Phänomen Stress. Neben allgemeinen Aspekten zu Gesundheit und Krankheit im Schulalltag, wurden vor allem Aspekte der mentalen Gesundheit und einem resilienten Umgang mit Belastungen im Berufsalltag fokussiert.

Lebe ich nur in einer digitalen Welt oder habe ich bereits eine Onlinesucht? Neben einem kurzen theoretischen Einstieg wurde der Workshop „Suchtgefahr – Mit Digitalisierung gut leben“ mit der Referentin Lorena Hebel (Unfallkasse RLP, Referat Gesundheit, Abteilung Prävention) für eine gemeinsame Diskussion zum Thema genutzt. Ebenso wurden verschiedene Maßnahmen der Suchtprävention getestet, die später im Unterricht anwendbar sind.

Die Referentin Jutta Wahl (Staatl. Studienseminar BBS Speyer/Kaiserslautern) erarbeitete in ihrem Workshop „Bewegtes Lernen – Lernen mit Bewegung“ mit den Teilnehmern ein Methodenrepertoire, mit dem man dem langen Sitzen, der Unkonzentriertheit, dem Wunsch nach Bewegung, Ablenkung und mentaler Entspannung mit einfachen, im Unterricht umsetzbaren Mitteln Abhilfe schaffen kann.

Übungen für mehr „Achtsamkeit im Schulalltag“, die ohne großen Zeit- und Materialaufwand in den Schulalltag integriert werden können, zeigte uns die Referentin Eva Henigin (Staatl. Studienseminar BBS Speyer/Kaiserslautern). Achtsame Praktiken wie Atemübungen, Gehmeditation und Bodyscan bieten einen wertvollen Gegenpart zum steigenden Stresslevel unserer Gesellschaft.

Im Workshop „Burnoutprävention bei Lehrkräften und Schüler:innen“ mit den Referentinnen Dipl.-Psych. Stefanie Maas und Dipl.-Psych. Ingeborg Scheck (Schulpsychologisches Beratungszentrum KL) setzten sich die Teilnehmer/innen mit verschiedenen Techniken zur Ziel- und Prioritätensetzung auseinander. Diese können dazu beitragen bei einem hohen Arbeitspensum den Überblick der Aufgabenfülle zu behalten, ins Handeln zu kommen sowie die eigene Zeit angemessen zu managen. 

Vielen Dank an das Schulentwicklungsteam für den gut organisierten und gelungenen Studientag!

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