Alkoholprävention an der BBS I Technik: Ein klarer Blick auf Risiken – und ein eindrucksvoller Praxistest

Autor: Fabian Hauck

In den Klassen Hotelfach/Restaurantfach HF/RV23 sowie den Elektrikerklassen ELE25a und ELE25b fand am 2. und 3. Juni eine umfassende Alkoholpräventionsveranstaltung statt. Durchgeführt wurde sie von Fabian Hauck, der den Schülerinnen und Schülern zunächst eine fundierte und anschauliche Einführung in das Thema Alkoholkonsum, seine Wirkungsweise und seine Risiken vermittelte.

Wissen, das wachrüttelt

Im theoretischen Teil erfuhren die Lernenden, was Alkohol chemisch ist, wie er im Körper wirkt und warum Ethanol ein starkes Zellgift mit hohem Suchtpotenzial ist. Besonders eindrücklich war die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen bereits geringer Promillewerte: Schon ab 0,2 Promille werden Entfernungen falsch eingeschätzt, ab 0,5 Promille sinkt die Seh- und Hörleistung, und ab 0,8 Promille kommt es zu Tunnelblick und deutlich verlängerter Reaktionszeit.

Auch die Unterschiede zwischen Männern und Frauen wurden thematisiert: Während 10 g Alkohol bei einem Mann mit 80 kg Körpergewicht etwa 0,18 Promille verursachen, liegt der Wert bei einer Frau mit 55 kg bereits bei 0,3 Promille. Bei zwei kleinen Gläsern Sekt à 0,1L bereits bei 0,6 Promille.

Zudem wurde deutlich, wie gefährlich sogenanntes Rauschtrinken ist: Fünf Standardgläser – bei Frauen oft schon vier – reichen aus, um einen Alkoholrausch auszulösen. Die Folgen reichen von Konzentrationsverlust über Gleichgewichtsprobleme bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Gefahren im Straßenverkehr. Besonders alarmierend: Jeder zehnte Verkehrstote stirbt bei einem Alkoholunfall, und die Altersgruppe der 18- bis 24‑Jährigen ist am stärksten betroffen.

Der Rauschbrillen-Parcours: 1,5 Promille zum Ausprobieren

Nach der Informationsphase folgte der praktische Teil, der bei den Schülerinnen und Schülern für große Aufmerksamkeit sorgte: ein Rauschbrillen-Parcours, der einen Nachhauseweg mit etwa 1,5 Promille simuliert.

Mit speziell gedimmten Rauschbrillen mussten die Jugendlichen verschiedene Alltagssituationen bewältigen:

  • Pylonen ausweichen
  • Linien verfolgen
  • Münzen vom Boden aufheben
  • Bälle in einen Eimer werfen
  • und schließlich: die Haustür aufschließen

Was zunächst spielerisch wirkt, entpuppte sich schnell als eindrucksvolle Erfahrung. Selbst einfache Bewegungen wurden unkoordiniert, Entfernungen falsch eingeschätzt, und viele merkten, wie stark das Gleichgewicht beeinträchtigt war. Genau diese Effekte decken sich mit den im Vortrag erläuterten typischen Ausfallerscheinungen bei Promillewerten zwischen 1,0 und 2,0.

Eine durchweg positive Bilanz

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren eindeutig: Der Parcours machte ihnen großen Spaß, gleichzeitig sorgte er für viele Aha‑Momente. Dinge, die zuvor abstrakt oder weit weg wirkten, wurden plötzlich greifbar. Viele äußerten, dass sie nun deutlich differenzierter über Alkoholkonsum nachdenken – besonders über die Risiken im Straßenverkehr und die Auswirkungen auf Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit.

Auch aus pädagogischer Sicht war die Veranstaltung ein voller Erfolg: Die Kombination aus fundierter Information und erlebbarer Praxis führte zu einem nachhaltigen Lerneffekt.

Fazit: Die Alkoholprävention an der BBS I Technik hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern Bewusstsein geschaffen – und das auf eine Weise, die die Schülerinnen und Schüler ernst nimmt, einbindet und gleichzeitig motiviert.

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