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Reisebericht 2.0

Autor: Maximilian Kubel (BGyT 17)

Am Sonntagmorgen, dem 9. Februar 2020, brachen Frau Gebauer, Frau Groves und Herr Anschütz zusammen mit ihren 24 Schülerinnen und Schülern der Leistungskurse Sozialkunde und Wirtschaftsgeografie der 13. Jahrgangsstufe des Technischen Gymnasiums vom Kaiserslauterer Hauptbahnhof in Richtung Berlin auf. Dort sollten wir die Geschichte der Hauptstadt näher kennenlernen und auch Politik hautnah miterleben.

So kamen wir gegen 12 Uhr am Berliner Hauptbahnhof an und machten uns direkt auf den Weg zur Unterkunft, in der wir die nächsten zwei Nächte verbrachten.

Nachdem wir uns kurz im Hostel ausgeruht hatten, ging es dann auch schon in das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis der DDR „Berlin Hohenschönhausen“, durch das uns der Zeitzeuge Michael Bradler, der selbst einmal in diesem Gefängnis einsaß, durchführte. Der direkte Kontakt zu einem ehemaligen Häftling machte die Führung sehr interessant, denn Herr Bradler konnte uns durch seine persönliche Geschichte einen sehr spannenden Blick in das Leben von damals geben und wir konnte ihm als Schüler viele persönliche Fragen zu damals und heute stellen, die bei einer normalen Museumsführung nicht möglich gewesen wären.

Nach diesem Programmpunkt war der Sonntag auch schon abgeschlossen und die meisten Schüler machten sich auf den Weg in die Unterkunft, um sich für den nächsten Tag auszuruhen.

Nachdem wir uns am Montagmorgen ausreichend am Frühstück gestärkt hatten, gingen wir los in die Innenstadt von Berlin, in der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen wollten. Dafür hatten wir Schüler kleine Referate vorbereitet, um die restliche Gruppe über die verschiedenen Orte zu informieren. Leider machte uns bei diesem Programmpunkt der Sturm „Sabine“ einen Strich durch die Rechunung und nach einiger Zeit mussten wir die Tour im Freien abbrechen. Also suchten wir eine Alternative und besuchten das Museum „Topographie des Terrors.“ Dort bekamen wir einen Einblick in die schrecklichen Taten und Verbrechen der Nazis im Dritten Reich. Die Ausstellung zeigt sehr eindrücklich, wie die verschiedenen Menschgruppen unter dem Hakenkreuz lebten und litten.

Da unsere Gruppe zur Hälfte aus Schülern des Leistungskurses Sozialkunde besteht, sind wir natürlich auch an dem politischen Aspekt von Berlin sehr interessiert. Wir hatten das Glück, dass uns der Bundestagsabgeordnete der SPD, Herr Gustav Herzog, zu einer Fragerunde in den Bundestag einlud. So gingen wir nach dem Museumsbesuch in das Paul-Löbe-Haus, wo wir aufgrund der Einladung in der Besucherkantine des Bundestages essen durften. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter in das Reichstagsgebäude. Auf der Besuchertribüne des Bundestages nahmen wir an einem Vortrag teil. Leider hatten wir nicht das Glück, dass wir live bei einer Sitzung des Bundestages dabei sein konnten. Trotzdem erfuhren wir auch hier viel Wissenswertes über die Arbeit des Bundestages bzw. der Abgeordneten.  Danach ging es endlich zum interessantesten Teil, der einstündigen Fragestunde mit Gustav Herzog. Dieser konnte uns einen guten Einblick in den Alltag eines Politikers geben. Außerdem stellte er sich unseren Fragen und Anliegen, egal ob es um Themen aus der Regionalpolitik ging oder um die Bundespolitik. Auch um private Fragen machte der Abgeordnete keinen Bogen und beantwortete auch diese ausführlich. Nach dieser Fragerunde bestiegen wir noch die Kuppel des Reichstages und konnten Berlin bei Nacht bewundern. Nun neigte sich auch der zweite Tag dem Ende hin und wir ließen den Abend noch etwas in Berlin ausklingen.

Der Dienstag war dann auch schon unser letzter Tag. Vor der Abreise besuchten wir als Gruppe dann noch in ein neues Museum namens „TimeRide“. Dort wurde man in die Rolle einer Person versetzt, die vor dem Mauerfall in West- oder Ostberlin gelebt hat. In der zweiten Hälfte des Museumsbesuchs wurde einem dann eine VR-Brille aufgesetzt und man fuhr mit einem virtuellen Bus durch das geteilte Berlin. Die virtuelle Fahrt wurde aus der Perspektive der zuvor selbst ausgewählten Person kommentiert. Diese Art von Technik vermittelte einem noch einmal ein ganz anderes Bild des geteilten Deutschlands. Es wurde deutlich, wie unterschiedlich die Menschen damals gelebt haben.

Nach dem Museumsbesuch ging uns für uns nach drei Tagen aber leider schon wieder nach Hause und um circa 23 Uhr kamen wir am Kaiserslauterer Hauptbahnhof an. Wir bedanken uns bei allen drei Lehrern für die gute Planung und Durchführung der Kursfahrt, denn trotz der kurzen Zeit haben wir einen guten Überblick über Berlin erhalten und auch Einblicke in die ganz große Politik gewinnen können.

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