Glücksbringer sind für den guten Zweck unterwegs

Junge Schornsteinfeger sammeln für Frühchenstation des Westpfalz-Klinikums

Autor: Joachim Schwitalla (Die Rheinpfalz)

Gleich vier junge Schornsteinfeger in Arbeitskleidung waren vergangene Woche in der Innenstadt unterwegs.

 

Selten kommt es vor, einem Schornsteinfeger in Arbeitskleidung mit goldfarbenen Knöpfen in der Innenstadt zu begegnen. Nicht schlecht staunten daher Passanten, als ihnen in diesen Tagen gleich vier junge Schornsteinfeger in der City gegenüberstanden.

Mit einer Sammelbüchse in der Hand baten sie um eine Spende für die Frühchenstation der Kinderklinik des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern. Zusammen mit Julian Graßmann hatten sich Marius Haep, David Brost und Collin Rackers auf den Weg gemacht. Alle angehende Schornsteinfeger im zweiten Ausbildungsjahr aus Rheinland-Pfalz, die zurzeit den Unterricht in der Berufsschule des Landesverbands der Schornsteinfegerinnung im südlichen Stadtwald besuchen. Die Sammelaktion gehe auf ein Projekt zurück, das ihre Lehrerin im Religionsunterricht initiiert hat, berichtet Graßmann. „Ein Aktionstag, der einmal im Jahr stattfindet und an dem sich dieses Jahr Auszubildende zweier Klassen beteiligt haben.“

Und wie reagieren die Passanten? „Die reagierten zu 99 Prozent positiv und warfen etwas in die Sammelbüchse.“ Sechs Stunden seien sie unterwegs gewesen. Insgesamt seien 1300 Euro zusammengekommen. Die beiden vergangenen Jahre habe das Projekt coronabedingt nicht stattfinden können. Das Ergebnis davor sei mit 2500 Euro besser gewesen, räumt Graßmann ein. Verwendet werden soll das Geld zur Anschaffung von medizinischen Geräten auf der Säuglingsstation. Als kleines Dankeschön erhielten die Spender einen kleinen Schornsteinfeger aus Plastik als Glücksbringer.

Julian kommt in Abständen jeweils für zwei Wochen aus dem Westerwald zur Berufsschule nach Kaiserslautern. Vor seiner Ausbildung zum Schornsteinfeger hat er verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefasst, sich letztlich doch für die jetzige Ausbildung entschieden. In seinem aktuellen Kehrbezirk im Westerwald heizten die Leute noch viel mit Holz. Entsprechend gelte es, die Kamine zu säubern.

Was die Energiewende für den Beruf des Schornsteinfegers bedeute? „Öl- und Gasheizungen werden sicherlich weniger. Dafür wird es mehr Heizformen mit Solarenergie und Wärmepumpen geben. Auch Wärmepumpen können ein Arbeitsfeld für Schornsteinfeger sein“, blickt Graßmann optimistisch in die Zukunft.

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