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1.05.19 19:56

Sozialkundeunterricht mal anders…


Von: Alisa Bold, SC18a


Im Februar besuchten zwei Vertreter der ZDS-Landesgruppe Rheinland-Pfalz, Landesgruppenvorsitzender Mathias Kazek und Stellvertreterin Finanzen/ Verwaltung Julia Klein, unseren Sozialkundeunterricht. Sie verfolgten das Ziel, uns das sonst als eher langweilig und trocken angesehene Thema „Tarifverträge und Tarifverhandlungen“ interessant und spannend näherzubringen.


Zu Beginn der Unterrichtsstunde bekamen wir Informationen zum Thema Ausbildungsvertrag, Rechte und Pflichten des Auszubildenden und Ausbilders in Form einer Powerpoint-Präsentation. Auch die Funktion und die Aufgaben einer Gewerkschaft – insbesondere die der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. –, die Grundlagen des Tarifrechts und den Ablauf einer Tarifverhandlung wurden uns aufgezeigt. Um unser neu erworbenes Wissen anschließend praktisch in die Tat umsetzen zu können und einen  Eindruck davon zu bekommen, wie eigentlich eine Tarifverhandlung abläuft, hatten wir gegen Mittag die Möglichkeit, eine Tarifverhandlung nachzustellen. Hierfür wurde unsere Klasse in zwei gleichgroße Gruppen aufgeteilt: eine Arbeitnehmer- und eine Arbeitgeberseite. Als Vorbereitung auf die immer näher rückende Tarifverhandlung konnten wir in getrennten Räumen und unter Anleitung der Vertreter des ZDS und der Lehrer zielführende Argumente erarbeiten. Sowohl der Arbeitnehmerseite als auch der Arbeitgeberseite lag das gleichzeitig mit der fristgerechten Kündigung übermittelte Forderungspaket vor. Beide Parteien wählten jeweils einen Sprecher sowie einen Schriftführer und trafen sich pünktlich zu Beginn der 1. Tarifverhandlung im Klassenraum wieder. Die zwei Parteien nahmen gegenüberliegend Platz und die Arbeitnehmerseite begann ihr Forderungspaket vorzustellen und ihre Forderungen zu begründen. Anschließend lag es an der Arbeitgeberseite, die geforderten Punkte zu beleuchten:

„Die Lebenshaltungskosten steigen immer weiter an und durch die Inflation wird unser Geld immer weniger wert. Deshalb fordern wir eine Lohnerhöhung in Höhe von 8,5 %. Außerdem sollte den Arbeitnehmern 3 Tage mehr Urlaub pro Jahr zustehen und die Arbeitszeit soll auf 35 Stunden pro Woche reduziert werden“ mit diesen Worten eröffnete der Sprecher der Arbeitnehmervertreter die heutige 1. Sitzung der Bundestarifkommission in Kaiserslautern. „Mehr Geld, mehr Urlaub und dann noch eine Reduzierung der Arbeitszeit? Umgerechnet bedeutet dies eine Lohnerhöhung von weit mehr als 17 %! Manche Länder können sich das gar nicht leisten und werden mit Austritt aus dem Zentralinnungsverband drohen um der Tarifvertragsbindung zu entgehen“ entgegnete ein Arbeitgebervertreter, der die Interessen der Arbeitgeber aus dem Osten vertritt.

Mit mehreren Pausen und durchaus lautstarken Auseinandersetzungen erzielten beide Parteien zwar kein Ergebnis, allerdings wurde das Ziel erreicht, den Schülern das Thema spannend und kreativ näherzubringen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein sehr erfolgreicher und gelungener Tag war, was man vor allem an dem ausnahmslos positiven Feedback erkennen konnte.



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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