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25.07.19 17:25

Schule einmal anders – Projektwoche am Technischen Gymnasium


Von: Susanne Petry und Stephanie Groves


In der Woche vor den Sommerferien fanden auch in diesem Jahr die Projekttage des Technischen Gymnasiums an der BBS I Technik statt. In zehn Einzelprojekten hatten die Gymnasiasten die Möglichkeit, eine Woche lang Neues zu entdecken, Bekanntes zu vertiefen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Die Woche schloss mit der Präsentation der Projekte am letzten Schultag ab, nach der dann die langersehnten Zeugnisse überreicht wurden.


Projekt - Klimawandel vor der eigenen Haustür

Projekt - 3D-Druck

Projekt - Toleranz und Courage zeigen

Projekt - Vermessungstechnik

Projekt - Planspiel Firmengründung

Projekt - RaspiRobot

Projekt - Microcontroller

Das Projekt „Klimawandel vor der eigenen Haustür – Was können wir tun?“ von Frau Heinz und Frau Petry wurde in den ersten beiden Tagen durch zwei Referentinnen der Hopp Foundation unterstützt, die mit den Schülerinnen und Schülern mithilfe der Design-Thinking-Methode eine konkrete Fragestellung zum Klimaschutz herausarbeiteten. Dazu wurden von den Schülergruppen Interviews geführt, Aussagen zusammengefasst, Bedürfnisse ermittelt und Fragestellungen formuliert. Daraufhin wurden zur Fragestellung innovative und kreative Prototypen konstruiert, die wiederum anderen Projektgruppen vorgestellt und anhand der Rückmeldungen reflektiert wurden. Gestärkt hat sich die Gruppe zwischendurch mit einem nachhaltigen Frühstück mit selbstgebackenem Brot, selbstgemachter Marmelade, frischen Kirschen aus dem Garten, selbsthergestellter Wurst und vielen anderen fair gehandelten bzw. regionalen Leckereien. Am dritten Tag nahm die Projektgruppe bei einem Stadtrundgang verschiedene Geschäfte im K in Kaiserslautern anhand nachhaltiger Kriterien, wie Erneuerbarkeit, Natürlichkeit, Solidarität und Menschlichkeit, unter die Lupe. Es kam heraus, dass sich einige Unternehmen durchaus schon auf den Weg gemacht haben. Diese Kriterien werden auch auf der sogenannten „Karte von morgen“ angelegt, auf der jeder einsehen kann, welche Initiativen, Unternehmen, Events und mehr in seiner Stadt und Umgebung bereits tolle Angebote machen. Falls ein wichtiger Eintrag fehlt, kann dieser einfach ergänzt werden. Nachdem am vierten Tag jeder seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ermittelt hat, wurden konkrete Maßnahmen entwickelt, was jeder einzelne von uns tun kann – und sich vornimmt zu tun – um zum Klimaschutz beizutragen.

Im Rahmen des Projektes „Fertige deinen eigenen Schlüsselanhänger“, das von Frau Herrbruck geleitet wurde, beschäftigte sich die Projektgruppe mit der Planung und Herstellung ihres eigens entworfenen Schlüsselanhängers im 3D-Druck. Nach dem Kennenlernen verschiedener additiver Fertigungsverfahren arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in die CAD-Software SolidWorks ein. Somit konnten die zuvor gezeichneten kreativen Ideen im Programm modelliert sowie für den 3D-Druck entsprechend vorbereitet werden. Hergestellt wurden die Schlüsselanhänger dann schichtweise im FDM-Druckverfahren (Fused-Deposition-Modeling) aus einem thermoplastischen Kunststoff.

Populismus ist in aller Munde: Es gibt Populisten, Rechtspopulisten, Linkspopulisten und im politischen Kampfgefecht beschuldigt man sich gegenseitig des Populismus. Doch was versteht man eigentlich unter Populismus? Dieser Frage ging die Projektgruppe „Toleranz und Courage zeigen“ unter der Leitung von Frau Gebauer und Herrn Ritzmann nach. Im Rahmen eines Planspiels des rheinland-pfälzischen Kompetenznetzwerks „Demokratie leben!“ simulierten die Teilnehmer realitätsnahe Situationen, anhand derer sie zentrale Merkmale von Populismus erarbeiteten, das Erlebte reflektierten und Strategien zum Umgang mit Populismus entwickelten. Wie wichtig es ist, Toleranz und Courage zu zeigen, erfuhren die Teilnehmer auch in der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Sinti und Roma. Frau Helene Gomse vom rheinland-pfälzischen Landesverband der Sinti und Roma führte die Projektgruppe durch die Geschichte dieser Minderheit. Dabei sensibilisierte sie die Projektteilnehmer nicht nur mit exemplarisch ausgewählten Biografien für die grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten an der Volksgruppe, sondern schlug auch den Bogen zum immer noch existierenden Antiziganismus in Teilen der heutigen Bevölkerung. Die Ergebnisse der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dieser Thematik visualisierten die Teilnehmer auf Plakaten, welche in die bestehende Wanderausstellung im 2.OG unseres Schulhauses integriert wurden.

Ausgerüstet mit einem Nivelliergerät auf Stativ, Messlatten, Maßbändern, Lattenrichtern und Feldbuch hieß es für die Schülerinnen und Schüler bei dem Projekt „Vermessungstechnik“, dessen Projektpate Herr Rieser war, am ersten Tag nach einer kurzen theoretischen Einführung erst einmal, die Genauigkeit der Nivelliergeräte zu prüfen. Am zweiten Tag führten sie ein Höhennivellement über mehrere Ecken durch, dabei wurden Traversen von Gullideckel zu Gullideckel gezogen. Da der Gruppe die amtlichen Höhen der Gullideckel bekannt waren, konnten sie die Zwischenpunkte als echte Höhenmeter ü. NN ausrechnen und eine Fehlerberechnung durchführen. Am dritten Tag kamen zur bereits gewohnten Ausrüstung Fluchtstäbe hinzu, damit wurde eine Bezugsstrecke abgesteckt, um auf der Pausenwiese ein Flächennivellement durchzuführen. Der vierte Tag diente schließlich dazu, die gesammelten Ergebnisse aus den Feldbüchern in ordentlich geführte Tabellen und Skizzen zu überführen und die Präsentation der Ergebnisse für den letzten Tag vorzubereiten.

Das Projekt „Microcontroller“, das von Herrn Ruby angeboten wurde, fand in Kooperation mit dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität Kaiserslautern statt. Der Leiter des Lehrgebiets Leistungselektronik, PD Dr. Ing. habil. Bernhard Hauck, gab den Schülern eine Einführung in die Grundlagen der Elektrotechnik und zeigte ihnen die ersten Schritte bei der Programmierung von Microcontrollern auf. Nach dieser Einführung durften sich die Gymnasiasten dann selbst an der Programmierung einer Ampel- oder Zeitschaltung sowie einer Schleifenprogrammierung probieren. Daneben besichtigte die Gruppe den Campus der Universität Kaiserslautern, die Universitätsbibliothek sowie das dortige Elektrolabor.

Unternehmerisches Denken stand im Zentrum des Projektes „Planspiel Firmengründung“ unter der Leitung von Frau Voss und Frau Groves, welches am Business und Innovation Center Kaiserslautern durchgeführt wurde. Vier Tage lang hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Chance, sich außerhalb ihres Schulalltags mit der Idee des Unternehmertums auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit Schülergruppen anderer Schulen konnten sie auch betriebswirtschaftliche Fragestellungen selbstständig in Gruppen erarbeiten. Die Aufgabe der Schüler war, eine Surfbrettfirma zu gründen und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Das Planspiel war für sechs Perioden ausgelegt, das entspricht einer realen Zeit von drei Kalenderjahren. Spannend waren die zahlreichen Auswertungen von Prof. Dr. Ralph Wiegland, die allen Gruppen gleichzeitig nach jedem Geschäftsjahr die Marktanteile, die Umsatzzahlen und vieles mehr zeigten. Die Schülerinnen und Schüler lernten viel über unternehmerisches Denken und Handeln. Ein Teil der Schülergruppe hat nach den Sommerferien die Möglichkeit an dem EBC*L-Intensivkurs (European Business Competence Licence) teilzunehmen. Der Lehrgang vermittelt umfassende Kenntnisse in Wirtschaftsfragen.

Im Rahmen des Projektes „Lebensmittel herstellen“, das von Frau Goetzke und Herrn Dr. Theis geleitet wurde, wurden von den Schülerinnen und Schüler Honig, Brot und Fleischwurst unter dem Motto ´Natur und Verantwortung´ hergestellt. Hierzu besuchte die Projektgruppe am ersten Tag die Bioland-Imkerei Müller in Winnweiler. Dort erhielten die Teilnehmer interessante Informationen zum Lebenszyklus einer Honigbiene, zur Bienenhaltung und Extraktion des Bienenhonigs oder auch zu Vorschriften für Bioland allgemein. Am nächsten Tag stand die Produktion von Fleischwurst auf der Agenda. Welche Zutaten für 15 kg Fleischwurst benötigt werden, lernten die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Besuch der Metzgerei Jenzer in Lohnsfeld. Des Weiteren wurde mittwochs an der BBS I Roggenmischbrot hergestellt.

Herr Moach bot das Projekt „RaspiRobot“ an. Die Schülerinnen und Schüler verwenden den Mikrocomputer "RaspberryPi" als Steuercomputer zum Bau eines Linienverfolger-Roboter. Der RaspberryPi wird hierzu um eine Motorsteuerplatine erweitert, welche im Vorfeld von den Teilnehmern mit elektrischen Bauteile unter Zuhilfenahme eines Lötkolbens zu bestücken ist. An die Erweiterungsplatine lassen sich dann neben den beiden Antriebsmotoren auch 2 Infrarot-Reflexionslichtschranken anschließen. Die letzteren beiden dienen zur Abtastung des Bodens, damit der Mikrocomputer das Fahrzeug vom Start entlang einer vorgegebenen Linie ins Ziel steuern kann. Bestandteil der Projektwoche war ein Unterrichtsgang an die Hochschule Kaiserslautern, bei welchem die Schülerinnen und Schüler neben Informationen zum Hochschulstudium auch Einblick in die Sensorik und die Programmierung selbstlernender Roboter am praktischen Beispiel nehmen konnten. Im Anschluss an die Mittagspause, in der sich zu Studentenpreisen in der Mensa essen durften, stand ein Rechercheauftrag in der Hochschulbibliothek. Den Abschluss des Unterrichtsgangs bildete das Kolloquium "Simulation dynamischer Systeme " am Computerpool, bei welchen die Schüler das Fahrverhalten eines Kraftfahrzeugs anhand von Eckdaten wie Masse, Motorleistung, cw-Wert im Computermodell simulieren durften.

Des Weiteren bot Herr Moach das Projekt „RetroPi“ an. Der im Informatikunterricht als Lernmittel eingesetzte Computer "RaspberryPi" wird als Rechnerherz einer Retro-Spielekonsole eingesetzt. Diese besteht im Wesentlichen aus einem kleinen Tisch, in welchem ein LCD-TFT-Flachbildschirm als Anzeige, ein RaspbrerryPi als Mikrocomputer und Arcade-Buttons als robuste Tasten zum Spielen eingebaut werden. Bei der Umsetzung des Projekts mussten in erster Linie Anforderungen an die Betriebssicherheit, die Energieversorgung und an die Kühlung des Systems erfüllt werden. Zur Programmierung des Mikrocomputers stehen im Internet freie LINUX-Distributionen als Betriebssystem für einen Retro-Spielecomputer zur Verfügung.

Im Rahmen des Projektes „Gegen das Vergessen“, das von Frau Dr. Lax und Herrn Schmitt angeboten wurde, besuchten die Schülerinnen und Schüler die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und beschäftigten sich dort intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers. Des Weiteren besuchte die Gruppe die Synagoge in Pilsen und setzte sich mit vielen weiteren historischen Inhalten auseinander.

Sportlich hingegen ging es bei dem Projekt „Bikebiathlon“ zu, dessen Projektpaten Herr Stalter, Frau Günther und Herr Fisterer waren. Hierbei erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, neben dem Fahrrad fahren, sich mit der Thematik Sportschießen auseinanderzusetzen. Der erste Projekttag stand unter dem Motto Schießsport. Die Gruppe traf sich am SV Hubertus in Ramstein, um einen Wettkampf zu schießen. Vor dem Start erfolgte eine Einweisung in den Schießsport und eine Sicherheitsunterweisung von Michael Stalter und Wolfgang Langer. Danach ging es auf den Schießstand, wo jedem Schüler eine fachkundige Aufsicht zur Seite stand. Nach der Erklärung der Waffen und einigen Probeschüssen, startete der Wettkampf. Es wurden 30 Schuss auf eine Distanz von 50 m mit Kleinkaliber-Gewehren geschossen. Parallel dazu konnten sich die Schüler das Schießen mit historischen Vorderlader-Waffen anschauen. Besonders Mutige konnten einen Schuss mit einem Großkalibergewehr abgeben. Die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend, es wurden von allen Schülern mindestens 200 von 300 mögliche Ringen geschossen. Am zweiten Tag startete die erste 40 km lange Radtour. Über Otterbach und Otterberg ging es nach Schneckenhausen. Nach einer kurzen Pause, ging es über das Sulzbachtal wieder zurück. Nach einem anstrengenden ersten Tag, folgte eine kürzere Fahrt Richtung Rodenbach. Auf der Heimfahrt gönnte sich die Gruppe eine verdiente Abkühlung in der Waschmühle. Insgesamt war es ein gelungenes Projekt mit engagierten Teilnehmern. Die betreuenden Lehrkräfte hoffen auch im nächsten Jahr wieder begeisterte Schülerinnen und Schüler gewinnen zu können.



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Autor: Stefan Möhnen
E-Mail: moehnen@bbs1-kl.de

 
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